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Evidenzbasiert

Die Wissenschaft hinter LEISE

Jede Empfehlung basiert auf Peer-Reviewed-Studien. Keine Marketing-Versprechen — nur Evidenz.

Anatomische Darstellung des weiblichen Beckenbodens

Die Zahlen

Die Realität der Harninkontinenz

In Zahlen — und warum sie oft unbehandelt bleibt.

10 Mio.

Frauen in Deutschland sind von Harninkontinenz betroffen

RKI, Hunskaar 2004

€21,6 Mrd.

Jährliche wirtschaftliche Belastung in Deutschland

EAU Urge to Act 2023

75 %

Frauen, die nie ärztliche Hilfe suchen

TENA/Essity 2025, Liang 2023

56 %

Heilungsrate durch Beckenbodentraining

Dumoulin Cochrane 2018

6–13 J.

Jahre bis zum ersten Arztbesuch

NAFC, Margalith et al.

8x

Wirksamkeit gegenüber keine Behandlung

Dumoulin Cochrane 2018 (RR 8.38)

Quellen: RKI DEGS 2023, Hunskaar et al. 2004, EAU European Association of Urology 2023

Lebensqualität

Der Preis der Stille

Harninkontinenz wirkt sich weit über körperliche Symptome hinaus aus. Die psychischen und sozialen Auswirkungen sind erheblich.

Auswirkung
Betroffen Kontrolle

Depressionen

29 %
3 %

Angstsymptome (klinisch relevant)

50 %
11 %

Sexuelle Funktionsstörungen

23–56 %

Vermeiden von Sport und Fitness

65 %

Meiden sozialer Aktivitäten

20–40 %

Verringerte Lebenszufriedenheit

71 %

Quellen: Abrams et al. 2018, Agarwal et al. 2014, Coyne et al. 2009, Minassian et al. 2008

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Die Evidenz

Beckenbodentraining wirkt

Eine der größten systematischen Übersichtsarbeiten zeigt eindeutig: Strukturiertes Beckenbodentraining funktioniert.

Heilungsrate bei Belastungsinkontinenz

Heilung oder deutliche Besserung

Quelle: Dumoulin et al., Cochrane Database Syst Rev 2018 — 31 randomisiert-kontrollierte Studien, 1.817 Frauen

Klassifikation

Die drei Typen der Harninkontinenz

49 %

SUI — Belastungsinkontinenz

Unfreiwilliger Urinverlust bei körperlicher Belastung: Husten, Niesen, Lachen, Sport. Verursacht durch Schwäche des Schließmuskels und/oder der Beckenbodenmuskulatur.

29 %

UUI — Dranginkontinenz

Starker, plötzlicher Harndrang, gefolgt von unfreiwilligem Urinverlust. Oft verursacht durch überaktive Blasenmuskulatur. Häufiger im höheren Alter.

22 %

MUI — Mischinkontinenz

Kombination aus Belastungs- und Dranginkontinenz. Urinverlust sowohl bei körperlicher Belastung als auch bei plötzlichem Harndrang. Komplexeste Form.

Quelle: Prof. Kaelble, Hessisches Ärzteblatt 2024; EPINCONT-Studie

Nach Altersgruppe

Inkontinenz in Deutschland nach Alter

Die Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu — beginnt aber oft schon ab 20 Jahren.

Quellen: BVF/DGGG 2024, RKI DEGS 2023, Hunskaar et al. 2004

Behandlungspfad

Der Weg zur Behandlung in Deutschland

So sieht die evidenzbasierte Behandlung nach deutschem Standard aus.

1

Erste Anlaufstelle

Frauenärzt:in oder Hausärzt:in (Allgemeinarzt:in)

2

Diagnostik

Anamnese, körperliche Untersuchung, ggf. Urodynamik (nur bei komplexen Fällen)

3

Konservative Therapie (Erstlinie)

Beckenbodentraining mindestens 3 Monate (8–12 Sitzungen) + Lebensstiländerung

Bei SUI (Belastungsinkontinenz)

Pessartherapie, dann operative Therapie (TVT/TOT)

Bei UUI (Dranginkontinenz)

Anticholinergika, dann Botulinumtoxin oder Sakrale Neuromodulation

Quelle: AWMF S2k-Leitlinie 015/091 (2022)

Vergleich

Deutschland im internationalen Vergleich

Während andere Länder Prävention und strukturierte Rehabilitation anbieten, sind deutsche Frauen oft auf sich allein gestellt.

Frankreich

Postnatales Programm
10 Sitzungen, universell, kostenlos
Ausbildung
Grundstudium + Spezialisierung
Leitlinie
HAS 1998 (überarbeitend)
Inanspruchnahme
~33%

Deutschland

Postnatales Programm
Nicht universell, IQWiG-Bewertung laufend
Ausbildung
Postgraduale Fortbildung
Leitlinie
AWMF S2k 015/091 (2022)
Inanspruchnahme
~25%

UK

Postnatales Programm
NICE empfiehlt, nicht routinemäßig
Ausbildung
Postgraduale Spezialisierung
Leitlinie
NICE NG123 (2019)
Inanspruchnahme
~33%

Quellen: Maturitas 2005, MyFrenchPhysio, AWMF, NICE Guidelines

Prävention

Wo wir eingreifen könnten

Die beste Behandlung ist Vorbeugung. Und es gibt Evidenz dafür, was funktioniert — Deutschland nutzt sie nur noch nicht.

56 %Risikoreduktion für UI in der Spätschwangerschaft
NNT 4Nur 4 Frauen müssen trainieren, um 1 Heilung zu erreichen

Quellen: Hay-Smith et al. Cochrane 2017/2025, IQWiG N25-04

Das französische Modell

Frankreich bietet seit den 1980er Jahren standardmäßig 10 Sitzungen postnatale Beckenbodenrehabilitation an — universell verfügbar und kostenlos. Dies wird als Grund angeführt, warum die postnatale UI-Rate in Frankreich deutlich niedriger ist.

Inhaltsstoffe

Unsere Inhaltsstoffe — die Evidenz

Jede Zutat ist gewählt basierend auf verfügbarer Evidenz. Hier ist, was wir wissen — und was wir (noch) nicht wissen.

Kürbiskernextrakt

Kürbiskernextrakt

Cucurbita pepo

Starke Evidenz

87,5 % Verbesserungsrate in einer klinischen Studie. Wirkmechanismus: möglicherweise durch Phytoöstrogene und Delta-7-Sterine auf Urogenitalgewebe.

Soja-Isoflavone

Soja-Isoflavone

Genistein & Daidzein

Moderate Evidenz

Phytoöstrogene mit theoretischer Wirkung auf Urogenitalgewebe. Nur in Kombination mit Kürbiskern getestet. Isolierte Studien zeigen wenig Wirkung bei UI.

Magnesium

Magnesium

Hochverfügbare Form

Moderate Evidenz

Trägt zur normalen Muskelfunktion und Energiestoffwechsel bei (EU Health Claim). Beobachtungsstudien zeigen Assoziation mit reduziertem OAB-Risiko.

EU Reg 432/2012Bae et al. 2011
Vitamin D

Vitamin D

Cholecalciferol (D3)

Moderate Evidenz

Trägt zur Erhaltung normaler Muskelfunktion bei (EU Health Claim). Beobachtungsstudien zeigen inverse Assoziation zwischen Vitamin-D-Mangel und UI, aber Kausalität unklar.

EU Reg 432/2012Araujo et al. 2014
Zink

Zink

Zinkbisglycinate

Unterstützend

Trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei (EU Health Claim). Keine direkten Studien zu UI, aber relevant für Gewebsheilung und Inflammation.

EU Reg 432/2012
Probiotika

Probiotika

Lactobacillus rhamnosus GR-1

Starke Evidenz

Klinische Evidenz für Reduktion von rezidivierenden UTIs bei Frauen (direkte Prävention von Dranginkontinenz). Reguliert vaginale Flora und Blasengesundheit.

Wichtiger Hinweis: Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und einen gesunden Lebensstil. Die AWMF-Leitlinie enthält derzeit keine Empfehlung für Nahrungsergänzungsmittel. Beckenbodentraining bleibt die evidenzbasierte Erstlinientherapie. Unser Supplement ergänzt gezieltes Training und ärztliche Beratung — ersetzt diese nicht.

Transparenz

Quellenverzeichnis

Alle zitierten Studien und Quellen im vollständigen Überblick.

Prävalenz & Epidemiologie
Beckenbodentraining & konservative Therapie
Lebensqualität & psychische Auswirkungen
Inhaltsstoffe & Supplementation
Prävention in der Schwangerschaft

Transparenzhinweis: Diese Literaturliste ist nicht vollständig. Sie enthält die primären Quellen für die auf dieser Seite dargestellten Daten. Für eine umfassende Übersicht empfehlen wir die Cochrane-Übersichtsarbeiten und die AWMF S2k-Leitlinie.

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